Newsarchiv Mai 2015



  • Besuch bei den Pfingstlagern der hannoverschen Stämme und Gruppierungen
    Über 200 PfadfinderInnen über Pfingsten unterwegs
      In diesem Jahr fand kein zentrales Pfingstlager des VCP Bezirk Hannover statt, stattdessen waren die Stämme und Gruppierungen zum Teil einzeln, zum Teil gemeinsam unterwegs. Sie zu besuchen bedeutete eine fast 200 km lange Rundreise durch die Region zentrales Niedersachsen. Es war eine schöne Reise mit wunderbaren Eindrücken am Samstag vor Pfingsten.
      Der VCP Altwarmbüchen war auf dem an sich schönen Platz "Tönebön-Camp" in Hameln. Das Lager stand unter dem Motto "Seeräuber", konnte das Wasser jedoch nur optisch genießen, da die Seen, die direkt am Platz sind, in einem Naturschutzgebiet liegen und nicht befahren werden dürfen. Für die Seeräuberstimmung wurde die nahe gelegene Weser genutzt.
      Der VCP Seelze-Lohnde übte sich mit fast 300 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus dem Bezirk Süntel im Tauziehen, Baumstammwerfen, tossing the caber, kurz: das Motto war "Highland Games". Für die Kinder und Jugendlichen ein großes Vergnügen, zumal ab 23.00 Uhr ein echter Pub als Oase geöffnet hatte. Der Platz an sich schien mit 300 Leuten Belegung knapp an seine Grenzen gestoßen zu sein.
      Auf dem ebenfalls auch schon von Bezirkslagern bekannten Platz in Bissendorf/Wietze waren diesmal Berenbostel und Laatzen in der einen und der VCP Kleefeld und Buchholz in der anderen Ecke.
      Der VCP Kleefeld-Buchholz hatte sein Camp einer Ritterburg nachempfunden, das Schild und Wappen zeigten als Erkennungszeichen die "rasenden Schildkröten", gleichzeitig der Gruppenname einer der Gruppen.
      Der Anführer der Blechbüchsen-Armee, Oblong-Fritz-Oblong war auch vertreten und die Aufmachung der großen Jurten erinnerte durch ihren Schmuck und ihre Ausstattung auch schon sehr an einen Rittersaal. Die entscheidenden Ritterspiele fanden am Sonntag statt.
      VCP Berenbostel und Laatzen beschäftigten sich mit Fragen von Energie und Umwelt. Zum Beispiel nutzten sie die Sonnenenergie, um aus Kartons und Alufolie einen Sonnenkocher zu bauen, der immerhin Wasser erhitzen konnte. Weitere Experimente folgten.
      Fotos der Rundreise gibt es HIER.
      An alle Stationen wurde gefragt, wo es denn im nächsten Jahr mit allen hingehen könnte, 2016 ist ein gerades Jahr und es steht wieder ein gemeinsames Pfingstlager an:
      • Sager Schweiz?
      • Bissendorf ?
      • Tönebön ?

      Die nächsten Bezirksräte werden es entscheiden.
      VCPNEWS150523


  • Treckerprojekt M.A.J.A. des VCP bei Spielplatz Olympiade
    Umnutzung eines Spielplatzes am 8.5.2015
      ... da war einiges los, am 8.5.2015 nachmittags kurz vor dem Wochenende. Drei Einrichtungen aus Badenstedt, darunter die Einrichtung M.A.J.A (mobile aufsuchende Jugendarbeit) des VCP, hatten sich zusammengetan, um eine Spielplatzolympiade auf einem städtischen Spielplatz durchzuführen. Dies war der Platz am Karl-Jakob-Hirsch-Weg, ein eigentlich relativ schöner, gestalteter und modellierter Platz, dessen Nutzungsmöglichkeiten aber auch irgendwann ausgereizt sind, sodass er, wie viele Spielplätze, Gefahr läuft, auch mal langweilig für Kinder (und Eltern) zu werden.
      Deshalb haben M.A.J.A des VCP, die Lückekindereinrichtung "Die Insel" des Kreisjugendwerkes der AWO und der Kulturtreff Plantage bechlossen, mal einen ganzen Nachmittag herauszubekommen, welche Möglichkeiten noch in so einem Platz stecken.
      Die Idee war, eine Olympiade zu starten und viele Kinder zu einem friedlichen Wettkampf einzuladen. So wurde aus der Wiese ein Krocket-Parcour, aus dem Baum ein Kletterbaum, aus dem Gerüst eine Kletterbude, aus der Schaukel ein Kleckerfeld und aus dem Sandplatz ein Gelände für einen Hindernislauf.
      Es kamen wirklich sehr viele Kinder mit und ohne ihre Eltern, sie hatten einen Nachmittag lang viel Spaß und entdeckten die versteckten Möglichkeiten und entwickelten auch eigene Spielideen für die Klettergeräte und die Schaukeln.
      ... kurz und gut, die Kinder lernten den Platz mit anderen Augen zu sehen und gaben ihm eine neue Bedeutung.
      Die Veranstalter sehen darin einen großen Erfolg und M.A.J.A. fühlt sich in ihrem Konzept bestätigt. Nämlich – und so passiert es schon seit vielen Jahren - dorthin zu fahren, wo nicht so viel los ist und wo sich die Kinder aufhalten und dort mit ihnen zusammen zu sehen, welche Möglichkeiten die Gegend so bietet.
      Das passiert Tag für Tag, Woche für Woche an folgenden Stellen:
        Montag: Ludwig-Richter-Straße, Körtingsdorf
        Dienstag und Mittwoch: Heizhaus, Auf den Kirchstücken
        Donnerstag und Freitag: Körtingsdorf, Ecke Suttnerweg

      Vorher ist M.A.J.A. in der Grundschule Gebrüder Körting im Einsatz.
      Bilder der Spieleolympiade finden sich HIER.
      VCPNEWS150508


  • JuKiMob wird 25 - Feuerrotes Spielmobil feiert Geburtstag
    Fest der Pfadfinder auf dem Kronsberg am Samstag. Viele Kinder und Freunde aus Kirche und Politik feierten mit.
      Alle waren sich einig: Das war ein schönes Fest am Samstag an der Feldbuschwende. Das Jugend– und Kindermobil (JuKiMob) des VCP (Verband Christlicher PfadfinderInnen) feierte mit einem bunten Programm und vielen Gästen diesen wichtigen Tag.
      Die Rede ist von dem roten Spielmobil JuKiMob des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder, 25 Jahre ist es her, dass der VCP mit der mobilen Kinder– und Jugendarbeit begann, damals ein revolutionärer Ansatz der Kinder– und Jugendarbeit. Inzwischen gehört das rote Feuerwehrauto zum Straßenbild in Hannover, nicht nur Kinder wissen Bescheid, wenn sie das rote Ungetüm mit dem Schriftzug "JuKiMob ist da, wo Kinder sind" auf den hannoverschen Straßen sehen.
      Über 100 Menschen waren schon mittags da, als der Vorsitzende des VCP, Pastor i. R. Bernd–Ulrich Köpke alle Gäste und besonders die vielen Kinder begrüßte. Er dankte den Mitarbeiterinnen für ihre unermüdliche Arbeit und verwies auf die Einzigartigkeit dieses Mobils. In Europa gibt es kein weiteres in der PfadfinderInnenarbeit, obwohl viele Verbände versucht haben, das Erfolgsrezept nachzuahmen. Über die Resonanz des JuKiMob gibt auch die hohe Zahl der Aufrufe Antwort, die bei Google auf den Namen JuKiMob kommen. Das JuKiMob ist aus dem Stadtbild Hannovers nicht mehr wegzudenken, in seiner Geschichte wird es Kontakt zu 90.000 bis 100.000 Kindern gehabt haben.
      Grüße für die Stadtgesellschaft überbrachten Bürgermeister Klaus Dieter Scholz und die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Petra de Buhr. Der Bürgermeister dankte dem JuKiMob für seinen Einsatz und würdigte die Bedeutung gerade dieser niedrigschwelligen Arbeit für die soziale und kulturelle Integration. Den Kindern schenkte er einen Ball samt Pumpe und einige Spielgeräte für den Rasen, die er ausdrücklich im Auftrag des Oberbürgermeisters Stefan Schostok überbrachte. Die Kinder freuten sich sehr darüber.
      Petra de Buhr sprach sich sehr dafür aus, dass diese wichtige Form der Kinder– und Jugendarbeit weiter gefördert werden müsse und wünschte dem Mobil noch viele Jahre eine gute Fahrt.
      Der Geschäftsführer des VCP, Wilfried Duckstein, verwies in einen kurzen Überleitung auf eine Aussage der Bundesregierung im 10. Jugendberichet (1994), die eine flächendeckende Versorgung mit dieser Form der Kinder– und Jugendarbeit forderte. Leider gibt es in Hannover trotz eines großes Bedarfes nur ein Spielmobil dieser Art.
      Die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Frau Stittgen überbrachte die Grüße der gesamten Bezirksversammlung.
      Pastorin Myrjam Schmale von der Bemeroder Kirchengemeinde verband ihren Gruß mit einem Segen für die zukünftige Arbeit des Fahrzeuges und der Mitarbeiterinnen.
      Nach all diesen Reden waren endlich wieder die Kinder dran, bevor sie die vielen Attraktionen nutzen konnten, durften sie die von Julia Schewe gestaltete Geburtstagstorte feiern und die Kerzen auspusten. Das gelang auf Anhieb. Auf die Kinder warteten eine Schminkecke, eine Hüpfburg, eine Quiz-Rallye, das Herstellen von Buttons, Stockbrot backen, eine Bewegungsbaustelle und viele Fahrgeräte aus dem Bestand des JuKiMob.
      Höhepunkt war das Spiel "Eins, Zwei oder Drei", an dessen Ende die Kinder einen neuen Holländer als Geschenk entgegennehmen konnten. Dieser wurde dann sofort einer Spiel- und Belastungsprüfung unterzogen. Und dann lief das Fest bis fast 17.00 Uhr und viele Kinder und deren Eltern mochten sich nicht trennen.
      Seit 25 Jahren sind der Iveco-Magirus Frontlenker (Baujahr 1990) und seine Vorgänger, ein Mercedes–Kurzhauber (Baujahr 1982) und ein Magirus Rundhauber (Baujahr 1953) unterwegs, um dorthin zu fahren, wo sich die Kinder in unterversorgten Stadtteilen Hannovers treffen. Jeder Tag der Woche ist dabei regelmäßig einem Standort vorbehalten, im Moment sind das die Orte Kronsberg (Montag), Anderten (Königsberger Ring, Donnerstag) und Ahlem (Schulhof der Grundschule, Mittwoch), dazu zwei Standorte in Garbsen, auch dort in sozialen Brennpunkten. Das besondere Profil des JuKiMob besteht dabei darin, dass die Kinder sich darauf verlassen können, dass es wirklich immer am gleichen Tag der Woche an die gleiche Stelle kommt.
      Das wissen inzwischen auch die Eltern, die das große Wissen der Mitarbeiterinnen nutzen, um sich zum Beispiel in Fragen der Erziehung beraten zu lassen.
      Als das Jukimob um 18.00 Uhr wieder fuhr, war das Fest leider schon zu Ende, viele riefen ihm nach: "Wir sehen uns in 25 Jahren ..." Was die heutigen Kinder dann wohl machen werden?
      Bilder gibt es HIER.
      VCPNEWS150509