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Christliche Pfadfinder beteiligen sich an „Zug der Erinnerung“


Hannover. Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), Bezirk Hannover, hat sich als einer von wenigen Jugendverbänden an der Vorbereitung und Durchführung des Besuches des „Zuges der Erinnerung“ in Hannover beteiligt und zieht eine positive Bilanz.
Etliche Gruppen des VCP aus verschiedenen Altersstufen haben den Zug besucht und werden an dem Thema weiterarbeiten . Geplant sind Gespräche mit Zeitzeugen und Sichtung von Materialen in Archiven. Das Stadtarchiv in Hannover und das Hauptstaatsarchiv haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.
Die Bezirkskonferenz des Pfadfinderverbandes hat das Thema „Aufarbeitung der Geschichte“ zu einem Schwerpunkt der Arbeit des Jahres 2008 gemacht. Die Aktivitäten der Gruppen und Projekte sollen in eine Veranstaltung aus Anlass der 70. Wiederkehr des Termins der Reichspogromnacht am 9. November 2008 münden.
Die christlichen Pfadfinder nehmen dabei eine prägende Methode der pfadfinderischen Pädagogik, die historische Erkundung oder auch Spurensicherung, wieder auf. In dieser Methode arbeiten Gruppen selbstbestimmt und altersgemäß an der Lösung selbst gesuchter Fragestellungen und Aufgaben. Diese Methode bietet gewisse Vorteile gegenüber den schulischen Lernprozessen.
Der Zug der Erinnerung wird Hannover am 12. Januar verlassen. Die Resonanz war überwältigend. Es kann davon ausgegangen werden, dass bis zu 3.000 Besucher und Besucherinnen pro Tag die Ausstellung über die Deportationen von Kinder und Jugendlichen und die Rolle der Reichsbahn dabei gesehen haben. Die Hälfte der Besuchenden waren Jugendliche.
Schon jetzt aber kann gesagt werden, dass bei vielen Bestürzung darüber herrschte, dass die Deutsche Bahn nicht bereit war und ist , den Zug der Erinnerung zu unterstützen und im Gegenteil noch kräftig kassiert.